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Hoch hinaus bei Lagen und Preisen


Foto „Zillertal klein“: Panoramablicke – wie im Foto auf die Zillertaler Bergwelt –, Pistennähe oder die Ruhe von Tallandschaften begründen die Nachfrage nach alpinen Wohnlagen in Österreich.
Credit: unsplash


Österreichische Bergregionen gewinnen weiter an Wert. Ein Streifzug durch ausgewählte alpine Wohnlagen, die im Vorjahr eine Marktbelebung verzeichneten. 




Weiße Weihnachten in Österreich 2025! Kaum jemand hatte auf diese schöne Schneeüberraschung gewettet. Frau Holle hatte ihre Betten auch über die niederen Lagen ergiebig ausgeschüttelt. Die Alpenregionen kommen häufiger in den Genuss ihrer Dienstleistung. In Stein gemeißelt ist das aber schon länger nicht mehr. Stichwort: Klimawandel. Dessen ungeachtet verbinden Wohnimmobilien in den heimischen Bergen Naturerlebnis, internationale Attraktivität, hohe Lebensqualität sowie stabile Wertentwicklung. Diese Kombination sorgte gemäß einer aktuellen Prognose des Immobilienserviceunternehmens Engel & Völkers im Vorjahr erneut dafür, dass Tirol mit dem Premium-Hotspot Kitzbühel, Vorarlberg, Salzburg und die Steiermark als besonders begehrte Märkte galten. Das, obwohl Bauland und die begehrte Freizeitwohnsitzwidmung knapp sowie Neubauten herausfordernd blieben.


Starke Preisentwicklung in Innsbruck
Tirol steht für alpine Lebensqualität mit urbaner Dynamik – ein Mix, der das Bundesland 2025 stärkte. Allen voran zeigte Innsbruck eine der intensivsten Preisentwicklungen aller österreichischen Städte: Mit einem Plus von rund 15 Prozent im Segment der Eigentumswohnungen belief sich der durchschnittliche Quadratmeterpreis auf 7.900 Euro. Bundeslandweit lagen die Preise bei 4.700 Euro pro Quadratmeter. Die Regionen um den Achensee, Zillertal sowie Innsbruck-Land konnten seit 2015 um rund 80 Prozent zulegen.


Selbstredend ist Kitzbühel hervorzuheben. 2025 blieb der dortige Luxusmarkt stabil: In sehr guten Lagen erzielten hochwertige Ein- und Zweifamilienhäuser Spitzenpreise von zwischen 8,5 und 30 Millionen Euro, während eine starke Nachfrage nach Immobilien zwischen drei bis sechs Millionen Euro auf aktuell wenig Angebot traf. Für heuer erwartet die Prognose weiter eine positive Entwicklung. In einfacheren Lagen bewegten sich die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser im Vorjahr hingegen zwischen 1,3 und drei Millionen Euro. Hier soll 2026 ein leichter Rückgang erfolgen.


Stabilität in Vorarlberg
Vorarlberg zählt zu den begehrtesten Wohnregionen im Alpenraum. Die Region um den Bodensee wartet mit einer attraktiven Lebens- und Freizeitqualität auf. Die gute Bahn- bzw. Verkehrsanbindung spricht auch Pendler attraktiv an. Gleichzeitig präsentiert sich das Bundesland als Zentrum für Wintersportler: Unzählige Pisten, Schneesportgebiete vom Arlberg bis zum Montafon und ein breites Angebot für Ski-/Snowboardfans machen die Region zu einem ganzjährigen Hotspot für alpine Aktivitäten.


2025 blieb der Wohnmarkt Vorarlbergs unterm Strich stabil. Eigentumswohnungen stiegen moderat auf 5.420 Euro pro Quadratmeter. In Bregenz lag die Assetklasse bei rund 4.500 Euro pro Quadratmeter. Im Bereich der Einfamilienhäuser waren in der Landeshauptstadt Preisrückgänge zu beobachten, vor allem bedingt durch die Marktbereinigung der vergangenen Jahre. Doch hochwertige Lagen blieben stark nachgefragt, insbesondere dort, wo sich Berg- oder Seeblick mit guter Erreichbarkeit verbinden. Für heuer rechnet die Prognose von Engel & Völkers mit einer behutsamen, aber stabilen Weiterentwicklung.




Steigende Transaktionstätigkeit in Salzburg
Das Bundesland Salzburg präsentiert sich als dynamische Metropolregion inmitten der Alpen. Es vereint Urbanität, kulturelle Vielfalt und eine eindrucksvolle Naturlandschaft. Die Landeshauptstadt und ihr Umland bieten eine Mischung aus einem City-Lebensgefühl und unmittelbarer Nähe zu atemberaubenden Bergwelten, erstklassigen Skigebieten und einigen der schönsten Badeseen Europas. 2025 zeigte der Salzburger Immobilienmarkt eine stabile Preisentwicklung mit steigender Transaktionsaktivität. Die Preise von Eigentumswohnungen stiegen mit einem Plus von sechs Prozent im Land Salzburg und mit fünf Prozent in der Mozartstadt auf durchschnittlich 6.048 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise 6.469 Euro pro Quadratmeter. Das Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser blieb bei rund 644.000 Euro im Landesdurchschnitt und bei etwas über einer Millionen Euro in der Stadt Salzburg stabil.


Blick ins Salzkammergut
Im Salzkammergut sind primär Immobilien mit direktem Pisten-/Seezugang, Bootshäusern oder Bergpanorama beliebt. Etliche Objekte gelangen derzeit im Zuge eines Generationswechsels auf den Markt – eine seltene Gelegenheit für langfristige Investments. Gleichzeitig erfordert der Erwerb eine genaue Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen, etwa bei Zweitwohnsitzen oder im Grundverkehr.


Das bereits erwähnte Salzburg und das Salzkammergut genießen international einen exzellenten Ruf: Die Verbindung aus Kultur, Seenlandschaft und alpinem Lebensstil macht die Region zu einem der begehrtesten Wohnstandorte im Alpenraum. Auch preislich zeigen sich beide Märkte stabil und resilient. Aktuell trifft ein zunehmendes Immobilienangebot auf eine gesunde Nachfrage, was zu spürbar höheren Transaktionsvolumina führt. Für Eigentumswohnungen erwartet die Prognose 2026 ein durchschnittliches Preiswachstum von rund fünf bis sechs Prozent.


Steiermark als alpiner Geheimtipp
Abseits der etablierten Bergmärkte überzeugte die Steiermark 2025 erneut mit moderaten Preisen. In renommierten Wintersportregionen wie Schladming-Dachstein oder Ramsau bewegten sich die Immobilienpreise für hochwertige Erstbezüge zwischen 8.000 und über 10.000 Euro pro Quadratmeter. Deutlich leistbarer präsentiert sich der Bezirk Murau, wo gerade spannende Neubauprojekte mit direkter Skilift-Anbindung entstehen.





Fazit
Wohnimmobilien in Österreichs Alpenregionen in Natur-, Berg- und Seeblicklagen gewinnen weiter an Wert. Städtische Märkte wie Innsbruck, Salzburg sowie Bregenz zeigen sich ebenso wie Premium-Tourismushotspots à la Kitzbühel besonders dynamisch.



Zur Autorin

Claudia Aigner ist Chefredakteurin der „Österreichischen Immobilien Zeitung“ (OIZ). Seit 1998 ist die gebürtige Oberösterreicherin im Fachjournalismus tätig; konkret für Magazine im Bereich Werbung, Tourismus, Telekommunikation sowie Industrie. Nach einem „Abstecher“, der sie in die PR führte, bereitet sie seit elf Jahren Immobilienthemen – quer durch alle Assetklassen – redaktionell auf.